Linz (25.08.2006) – IT-Net-Austria-Unternehmen realisieren in Zusammenarbeit mit der Austrian Development Agency (ADA) in der südwestalgerischen Wüste eine redundante elektronische Archiv-lösung, mit Datenspiegelung via Satellit in ein EU-Rechenzentrum.
Für die Saharaui ist es von großer Bedeutung, die Geschichte des Landes, vor allem auch für die zukünftigen Generationen, zu erhalten. Derzeit liegen Unmengen von Papier-, Foto- und Tondoku-menten in einer Lagerhalle nahe Tinduf in der Westsahara. In diesen Aktenbergen gezielt Informationen zu finden, gleicht der Suche nach der sprichwörtlichen "Nadel im Heuhaufen".
"Ziel des Projekts ist es, das lokal und international vorhandene Material zu konservieren, zu digitalisieren, in Datenbanken zu organisieren, in einem elektronischen Archiv, das vor Ort in Containerbüros eingerichtet ist, zu dokumentieren und schließlich diese Inhalte auch auf einer Homepage zugänglich zu machen", beschreibt das Österreichischen Nord-Süd-Institut für Entwicklungs-zusammenarbeit (ÖNSI), das als Generalunternehmer das Gesamtprojekt leitet, das Vorhaben. "Schon für das tägliche Überleben sind die Menschen dieser Region, in der zudem im Februar 2006 durch sintflutartige Regenfälle an die 50.000 Saharauri obdachlos geworden sind, auf externe Unterstützung (UNHCR, WFP, ECHO, Rotes Kreuz, Roter Halbmond u.a.) angewiesen, daher wäre an die Errichtung eines Archives, das als wichtige Grundlage für einen rationalen Umgang mit der eigenen Geschichte die Basis für friedliche Lösungen von Konflikten bildet, ohne Hilfe von außen nicht zu denken."
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